
Länderkonferenz des Bundesverbandes für Kindertagespflege zu Gast in Hessen

Am 18. und 19. September 2026 kamen Vertreterinnen und Vertreter der Landesverbände und Servicestellen aus den Bundesländern zur diesjährigen Länderkonferenz des Bundesverbandes für Kindertagespflege e. V. erstmalig in Hessen, direkt in Frankfurt am Main, zusammen. Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen, fachliche Fragen und die gemeinsame Weiterentwicklung der Kindertagespflege.
Austausch über die Zukunft der Kindertagespflege
Staatsministerin Heike Hofmann begrüßte für das Land Hessen die Teilnehmenden der Länderkonferenz. Die zweitägige Veranstaltung bot Raum für den länderübergreifenden Austausch zu aktuellen Entwicklungen in der Kindertagespflege sowie für fachliche Impulse.
Thematisiert wurden unter anderem Fragen der Qualitätsentwicklung, der Qualifizierung sowie der zukünftigen Rahmenbedingungen für Kindertagespflegepersonen. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Frage, wie Familien besser erreicht werden können, die bislang keinen Zugang zu Angeboten der Kindertagesbetreuung finden.
Staatsministerin Heike Hofmann würdigt die Bedeutung der Kindertagespflege
Staatsministerin Heike Hofmann würdigte in ihrem Grußwort die Bedeutung der Kindertagespflege als wichtigen Bestandteil des Betreuungssystems in Hessen und betonte deren Stellenwert für die frühkindliche Bildung und Betreuung. Sie stellte heraus, dass Hessen sich auch weiterhin zur Kindertagespflege bekennt und sich für die Sicherung und Stärkung engagiert einsetzt.
Dabei ging sie auch auf die Rahmenbedingungen ein, mit denen das Land Hessen die Kindertagespflege auf Grundlage der Erhebungsergebnisse der Prognos-Studie stärkt und weiterentwickelt. Gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen wurde deutlich, welchen Stellenwert verlässliche Rahmenbedingungen für die Zukunft der Kindertagespflege haben.
Bildungsgerechtigkeit, Kinderrechte und Demokratiebildung
Ein fachlicher Schwerpunkt der Konferenz lag auf dem Thema „Bildungsgerechtigkeit von Anfang an – Kinderrechte, Beteiligung und Demokratiebildung in der frühen Bildung“. Frau Dr. Wehrstein, Referentin beim Paritätischen Hessen, gab hierzu einen Impuls und stellte die Bedeutung einer früh beginnenden Demokratiebildung heraus.
Dabei wurde eine zentrale Frage aufgeworfen: Wo lernt ein Mensch eigentlich, dass Demokratie funktioniert?
Die Antwort der Referentin darauf: Demokratiebildung beginnt im Alltag und mit den Erfahrungen, die Kinder von Anfang an machen. Wenn Kinder erleben, dass ihre Signale wahrgenommen, ihre Perspektiven gehört und ihre Beteiligungsmöglichkeiten ernst genommen werden, entsteht Vertrauen und die Erfahrung, dass die eigene Stimme zählt.
Die Kindertagespflege leistet hierzu einen wesentlichen Beitrag. Sie bietet Kindern vielfältige Möglichkeiten, Beteiligung und demokratisches Miteinander bereits früh zu erleben und zu erfahren.
Länderübergreifender Austausch als Grundlage für Weiterentwicklung
Die Länderkonferenz machte deutlich, wie wichtig der regelmäßige Austausch zwischen den Bundesländern ist. Unterschiedliche Erfahrungen, Gesetzesgrundlagen, Konzepte und Lösungsansätze können miteinander geteilt und für die Weiterentwicklung der Kindertagespflege genutzt werden.
Das HKTB bedankt sich beim Bundesverband für Kindertagespflege für die Organisation der Länderkonferenz sowie bei allen Beteiligten für den fachlichen Austausch und die vielfältigen Impulse.




